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10 Jahre PSM 
Eine Zusammenfassung der Eindrücke und Erkenntnisse
auf der Jubiläumsfeier

Die letzte Vorbereitungsphase war zwar etwas überschattet von der unsicheren Erwartung über die genaue Anzahl der Teilnehmer. 
Als es dann aber los ging, am 13. Oktober 2007 so gegen 18 Uhr, war das Dachauer Stüberl im Löwenbräukeller genau der richtige Rahmen für etwa 50 Gäste, die sich nach den uns bekannten Reaktionen sehr wohl gefühlt haben in einer zugleich festlichen als auch entspannten Atmosphäre. 
Viele Anwesende haben sich bei der Verabschiedung in der Weise geäußert, dass sie die Feier und die Gespräche zwischen Betroffenen und/oder Gästen als sehr informativ fanden. 
Es war auch die ursprüngliche Idee für diese Jubiläumsveranstaltung, zwischen den Betroffenen und den Verantwortlichen im Gesundheitswesen Gespräche zu ermöglichen. Diese Möglichkeit wurde auch genutzt. Noch häufiger sind sich aber Betroffene und Angehörige, die sich bisher noch nicht so gut kannten, näher gekommen. 
Über allem lag das Gefühl der Freude über jeden, der da war und mit dem man sich sofort und sehr verständnisvoll über seine emotionalen und „medizinischen“ Befindlichkeiten austauschen konnte. 

Das ist Selbsthilfe pur!
 
Es stellt sich allerdings die Frage, warum so viele „Offizielle“ und auch Betroffene (!) dieses Forum nicht genutzt haben. 
1. War der langfristig bekannte Termin wirklich so ungünstig? 
2. Hat die Selbsthilfe und die professionelle Medizin schon alles getan? 
3. Ist der Problem- oder Leidensdruck geringer oder erträglicher geworden? 
4. Sehen die Hersteller von Medikamenten und Geräten kein weiteres Absatzpotential? 
5. Sind Ärzte und Kliniken zu beschäftigt, um PR-Maßnahmen wahrzunehmen? 
6. Zwingt der Kostendruck und die Terminflut zur gnadenlosen Selektion der Engagements? 
7. Findet der Informations- und Erfahrungsaustausch jetzt schon vorwiegend im Internet statt? 
8. Ist die PSM nicht interessant oder attraktiv genug? 
Wir sind dankbar über jeden kritisch-konstruktiven Beitrag sowohl von externer Seite als auch aus dem Mitgliederbereich. 

Doch nun der Reihe nach: 
Dietmar Schulz hat in seinem Festvortrag sehr kurzweilig die Entstehung, die Aufgabe und das Leben des Vereins dargestellt. 
Damit konnten auch „Neulinge“ einen guten Überblick und einen ersten Eindruck von der Arbeit der Münchner Selbsthilfegruppe für Psoriasiskranke gewinnen. 
Es folgte eine Laudatio von Winfried Goller, in der er zunächst die vielfältigen Fähigkeiten und Funktionen des Vorsitzenden aufzählte und vor allem betonte, dass Dietmar Schulz das Herz und die Seele des Vereins ist. Er gratulierte ihm im Namen aller aktiven Mitstreiter für den erfolgreichen Weg, den er mit der PSM ein-geschlagen hat. 
Rolf Blaga, sowohl Vorsitzender der bundesweiten Dachorganisation PSOAG als auch der örtlichen Selbsthilfegruppe Psoriasis Forum Berlin, ging in seinem spontanen Vortrag insbesondere auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Münchner und Berliner Selbsthilfeszene ein, aber auch auf das heikle Thema der neuen Marketingstrategien von Pharmaunternehmen und Geräteherstellern gegenüber Selbsthilfeorganisationen bzw. Patienten. 
Die Feier fand nun ihre Fortsetzung mit Gesprächen untereinander und vor allen Dingen mit Ärzten aus dem stationären Gesundheitsbereich, mit Firmenrepräsentanten und mit Vertretern von bundesweiten, regionalen und kommunalen Selbsthilfeorganisationen und aus dem Bereich der medizinischen Kommunikation. 
Dass der Verein an diesem Abend auch für die Politik interessant war, bewies die Anwesenheit des gesundheitspolitischen Sprechers der SPD-Stadtratsfraktion Klaus-Peter Rupp, der sich mit unserem Vorsitzenden sehr intensiv über die Selbsthilfe unterhielt. 

Fazit: 
Die geladenen Gäste konnten hören und sehen, wie Betroffene miteinander umgehen und dass Selbsthilfegruppen eine wesentliche Funktion haben, um mit der jeweiligen Krankheit im täglichen Leben zurecht zu kommen. 
Es ist wünschenswert, den Dialog zwischen Betroffenen und Verantwortlichen aus dem Gesundheitswesen künftig noch stärker zu forcieren und auf eine breitere Basis zu stellen. 
Die überschaubare Anzahl der Teilnehmer hatte bereits den bedeutsamen Vorteil, dass die Gespräche mit den Gästen aus dem Gesundheitsbereich und der Politik sehr ausführlich und intensiv verliefen. 
Zum Schluss der Kommentar eines Mitglieds: „Wer nicht da war, hat etwas versäumt“, nicht zuletzt auch die hervorragende bayerische Kost und den sehr freundlichen Service im Löwenbräukeller.
 

Winfried Goller
Erstveröffentlichung im Infobrief PSM Dezember 2007

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