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Physikalische Grundlagen der UV Behandlung 1

Die UV Strahlung repräsentiert die elektromagnetischen Wellen zwischen 200 und 400 nm. Zusammen mit dem sichtbaren Licht (400 nm - 780 nm) und der lnfrarotstrahlung (780 nm - 1 mm) gehört die UV B und UV A Strahlung zum Spektralbereich der Sonnenstrahlung, die auf der Erdoberfläche ankommen. Nach der unterschiedlichen photobiologischen Wirksamkeit wird die UV Strahlung in drei Bereiche eingeteilt.

UV A Strahlung (320 - 400 nm) ist ebenfalls Bestandteil der an die Erdoberfläche gelangenden Sonnenstrahlung. Wellenlängen des UV A Bereichs weisen eine 1.000 bis 10.000fach geringere entzündliche Potenz als Wellenlängen des UV B Bereichs auf. UV A kann weiter differenziert werden in stärker entzündlichen wirkendes UV A2 (320 nm - 340 nm) und ein weniger entzündlichen wirkendes UV A, (340-400 nm). UV A ist für die meisten phototoxischen und photoallergischen Reaktionen verantwortlich. 

UV B Strahlung (280 - 320 nm) ist Bestandteil der an die Erdoberfläche gelangenden Strahlung und wird von einer Reihe therapeutisch genutzter künstlicher Strahlenquellen emittiert. UV B Strahlung kann an der menschlichen Haut nach 12-24 h eine Entzündlung erzeugen, führt bei hohen Energiedosen zu einem Sonnenbrand und nach 48-72 h zur Spätpigmentierung durch Anregung der Melaninproduktion. 

UV C Strahlung (200 nm - 280 nm) wird von der Sonne ausgesandt, erreicht aber nicht die Erdoberfläche, da das Ozon der Atmosphäre UV Strahlung unter 290 nm noch absorbiert.


Wirkung der UV-Strahlung auf die Haut

Ultraviolette Strahlung hat die unterschiedlichsten biologischen Wirkungen auf den Menschen. Die Wirkung auf die Haut hängt von verschiedenen Faktoren ab. Von der Wellenlänge der UV Strahlen, denn abhängig von der Wellenlänge ist die Eindringtiefe der UV Strahlen in die Haut. Die Strahlung dringt um so tiefer ein je langwelliger sie ist. UV C Strahlung dringt in die Hornschicht ein, UV B Strahlung dringt durch die Oberhaut in den oberen Teil der Lederhaut und UV A Strahlung auch in die tieferen Anteile der Lederhaut. Am tiefsten nämlich bis in die Unterhaut kann Licht oberhalb 600 nm und kurzweilige Infrarot Strahlung eindringen. Dies ist u.A. vom Hauttyp, bzw. den Eigenschaften der Haut und von der Dosis, das ist die wirksame Bestrahlungsstärke mal der Zeit die bestrahlt wird, abhängig. 

Bei der direkten Pigmentierung oder auch Sofortpigmentierung werden die in der Keimschicht der Haut vorhandenen Pigmentkörnchen (sog. Melanine) vorwiegend durch UV A Bestrahlung oxidiert. Die Melanine dunkeln nach und bewirken somit eine Bräunung der Haut. Die Bräune verblasst schon nach ein paar Tagen.

Die UV B Strahlung bewirkt die Produktion der Pigmentkörnchen Melanine. Die zunächst farblosen Melanine dunkeln durch weitere UV A Bestrahlung nach. So entsteht je nach Hauttyp eine tiefe, 2-3 Monate anhaltende Bräune mit hoher Lichtschutzwirkung, die als Langzeitpigmentierung bezeichnet wird. Die Lichtschwiele ist eine Verdickung der oberen Hautschicht, der Hornhaut durch UV B Strahlung. Sie entsteht nach einer Bestrahlungsdauer von etwa 2-3 Wochen. Sie erhöht den natürlichen Lichtschutz der Haut ganz erheblich. Ist die Lichtschwiele erst einmal aufgebaut, dann hält die Gewöhnung der Haut an UV Strahlung etwa 2-3 Monate an, bis die alte Hornschicht abgestoßen wird.

Eine der wichtigsten photobiologischen Wirkungen von UV Strahlung ist die Bildung eines Provitamins in der menschlichen Oberhaut. Dieses Provitamin wird dann von Leber und Niere in Vitamin D3 umgewandelt, das eine wichtige Rolle für den Knochenbau, die Muskulatur und das Immunsystem hat. Die Photokojunktivitis ist eine durch UV Strahlung hervorgerufene Entzündung der Bindehaut. Aus diesem Grunde ist bei der UV Bestrahlung das Tragen einer UV Schutzbrille erforderlich.

Die Wirkung der UV Strahlung bei der Phototherapie der Psoriasis bzw. Schuppenflechte beruht auf der Hemmung der Teilungsrate der Basalzellen in der Oberhaut. 

Es ist bekannt, dass UV Strahlen Sonnenbrand auslösen können. Der Sonnenbrand ist eine Reaktion der Haut auf ein Zuviel an UV Strahlung. Die geschädigten Hautzellen können durch den körpereigenen Reparaturmechanismus nicht mehr abgearbeitet werden. Die Folge ist bei leichter Überschreitung der Dosis eine vermehrte Blutfülle, bei starker Überschreitung der Schwelle reagiert die Haut mit Blasenbildung und Hautablösung. Die Schwellenbestrahlungsdosis an wirksamer Strahlung für die Entzündung hängt sehr vom Hauttyp ab.

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