Psoriasis Information München (PIM) Logo PSM
 
PIM
Service
Lesen
Psoriasis
Behandlung
Leben mit
Erfahrungen
Berichte
Fragen
Adressen
Info
Selbsthilfe
Kliniken I
Intern
Inhalt
Impressum
E-Mail
 

Leben mit Psoriasis - Erstauftritt im Alter

Beginn
Psoriasis trat bei mir erstmals 1997 im Alter von 67 Jahren auf. Sie verbreitete sich dann in den folgenden 1 1/2Jahren ziemlich stark am ganzen Körper, an Beinen und Kopfhaut und vor allem an den Händen, die ich zeitweise kaum gebrauchen konnte. Behandlungen mit Fumaderm und Kortison zeigten keine Wirkung.

Klinik
April 1999 wurde ich in die "Sanaderm-Hautklinik" in Bad Mergentheim aufgenommen, auf Empfehlung eines Bekannten, der seit seiner dortigen Behandlung bis heute erscheinungsfrei ist. Auch für mich begann dort die Besserung mit einer grundlegenden Sanierung, einschließlich guter Hilfe für die durch die Psoriasis entstandenen Gelenkprobleme.
Allerdings war die von der Kasse bewilligte und auf fünf Wochen verlängerte Behandlung in der Klinik sicher um einige Wochen zu kurz. Wegen offener Fingerkuppen musste ich bald wieder telefonischen Rat in der Klinik einholen.
Nach Berücksichtigung der Klinik-Ratschläge, vor allem weiteren Bestrahlungen, habe ich dann so oft wie möglich den ganzen Körper im Sommer hier der natürlichen Sonne ausgesetzt. Zusätzlich fuhr ich jeweils Ende September für drei Wochen nach Süditalien ans Mittelmeer, um vor dem Winter reichlich im Salzwasser zu baden und "Sonne zu tanken".

UV Bestrahlung
Als sehr hilfreich erwies sich auch, besonders in der Anfangszeit , ein UV - Bestrahlungskamm. Ich benutzte ihn nicht nur für die Kopfhaut, sondern auch für kleine Herde, sobald sie am Körper auftraten. Dies war in den ersten Jahren vor allem im Spätwinter der Fall. Nach diesen Bestrahlungen verschwanden die Herde wieder. - Nach meiner Erfahrung sollten diese privaten Bestrahlungsgeräte, im Anschluss an eine gründliche Sanierung, häufiger verwendet werden. Allerdings bedürfen sie der ärztlichen Verschreibung, und viele Hautärzte sind darin sehr zurückhaltend.
Zusätzlich dusche ich jeden Morgen 5 Sekunden eiskalt. Wie von der Klinik und in Fachzeitschriften mitgeteilt, bewirkt soll dies die vermehrte morgendliche Produktion von körpereigenem, Kortison.

Pflege der Haut
Noch ein Tipp: Einige manche gebräuchliche Mittel zur Pflege der Haut, z.B. die mir von der Klinik empfohlene, harnstoffhaltige Excipial-U-Lipolotio, werden von Krankenkassen nicht bezahlt. Auf Empfehlung einer dermatologischen Wissenschaftlerin verwende ich statt dessen mit gutem Erfolg Neribas-Creme, die von der Kasse übernommen wird.
Mit diesen Maßnahmen habe ich inzwischen seit über drei Jahren, ohne weitere Medikamente, einen Zustand fast völliger Erscheinungsfreiheit erreichen können. Nur zweimal erhielt ich im Spätwinter einige Bestrahlungen zusätzlich, bevor die Frühlingssonne wieder stark genug war.

Erfahrung
Dass mit den von mir genutzten Methoden - vor allem Besonnung - meine Hautprobleme für alle Zeit zu beheben sind, wage ich noch nicht zu glauben. Sicher haben auch die persönliche Veranlagung und die Art der aufgetretenen Psoriasis einen Einfluss auf den bisher günstigen Verlauf. Berufstätigen wird es schwerfallen, außerhalb der Wochenenden auch mal eine halbe Stunde Mittagssonne zu ergattern.
 
Ich gebe meine Erfahrungen gerne weiter, vielleicht können sie in ähnlich gelagerten Fällen nützlich sein.

weiter

Home

© Dr. Rüdiger Thomson, Greifswald - Februar 2003 PSM e.V.

Überarbeitete Fassung der Erstveröffentlichung im Infobrief PSM Dezember 2000