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Medikamente

Arsen wurde in den fünfziger Jahren bei der Behandlung verwendet. Es zeigten sich Langzeitschäden (Hautkrebs). Medikamente, die in Verdacht stehen Langzeitschäden hervorzurufen, werden kaum noch verwendet.
Biologika Biologika sind Eiweiße, die den körpereigenen Eiweißen ähneln. Sie greifen gezielt in den krankheitsverursachenden Prozess (TNFalpha) ein. Biologika werden bio- oder gentechnologisch hergestellt. 
Bei der Schuppenflechte sollen sie den Prozess unterbrechen, bei dem die gesunden Zellen in kranke Zellen umgewandelt werden. Sie bieten daher eine Chance für eine wirkungsvolle Behandlung mit langanhaltenden Therapieerfolgen und geringen Nebenwirkungen. 
Die in der Entwicklung befindlichen Biologika zur Behandlung der Schuppenflechte müssen gespritzt werden. Das Behandlungsintervall kann von 2x wöchentlich bis zu 1x alle 8 Wochen reichen.

Infobrief Dez 04
Ciclosporin Der Wirkstoff Ciclosporin (Sandimmun(r)) wurde zunächst in der Transplantationsmedizin eingesetzt um die Abstoßung des übertragenen Organs zu verhindern. Es ist ein besonderes Immunsuppressiva, dass sich von den anderen bekannten immunsuppressiven Medikamenten durch einen besonderen Wirkmechanismus unterscheidet. 
Ciclosporin hat keinen hemmenden Einfluss auf das Knochenmark oder die Schleimhäute. Weil die Bildung von Granulozyten (weiße Blutkörperchen) durch Ciclosporin nicht beeinträchtigt wird, ist das Risiko einer Infektion mit Bakterien oder Pilzen nicht so hoch wie bei anderen Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken. 
Ein Medikament bei der Therapie der Psoriasisarthritis und der Hauterscheinungen von schwer an der Schuppenflechte erkrankten Patienten. Neu Immunosporin()
Cignolin Cignolin (Dithranol) greift vielfältig in die biochemischen Vorgänge der Zellteilung und Entzündungsmechanismen ein und normalisiert damit die gesteigerte Erneuerung der Oberhaut. Es dringt in die Haut dort ein, wo der psoriatische Entzündungsprozess abläuft und weniger in die benachbarte Umgebungshaut. Verwendung seit 1916!
mcigno.htm, Infobrief Aug 99
Fumarsäure Der von Psoriasis betroffene Chemiker Schweckendiek führte ab etwa 1958 Eigenversuche durch und nach Erfolgen bei sich und anderen publizierte er 1967 seine Ergebnisse in "Medizin heute". Seine Versuche mit Fumarsäure führten zu den Fumarsäureestern, die einen antipsoriatische Wirkung haben. Das Präparat enthält Natriumfumarat, ein Salz der reinen Fumarsäure, das in dieser Form im Darm nicht ausreichend aufgenommen wird. 
Daher muss man den fettlösliche Fumarsäureester verabreichen. 
Eine Doppelblindstudie Anfang der 90er in fünf deutschen Hautkliniken machte die Wirksamkeit glaubhaft. Dies führte zur Zulassung des Fertigarzneimittels Fumaderm().
Harnstoff Harnstoff (Urea) hat wasserbindende Wirkung und wird daher in der Hautbehandlung verwendet.
Kortison Kortison - Kortikoide - Cortikoide - Kortikosteroide 
Kortison ist eine Vorstufe des Hormons Cortisol. Hormone sind Wirkstoffe, die in den endokrinen Drüsen (Nebennierenrinde) gebildet und unmittelbar an das Blut abgegeben werden. Sie wirken in kleinsten Mengen und haben wichtige Steuerungsfunktionen im Organismus. 
Kortison ist eine lebensnotwendige Substanz. Wird es aus irgendwelchen Gründen zuwenig produziert, entsteht eine schwere Krankheit; wird es gar nicht mehr gebildet, stirbt der Mensch in kurzer Zeit. 
Um 1950 wurde es zur Behandlung entzündlicher Krankheiten eingeführt. Es wirkt bei der Psoriasis zwar gut, aber nach dem Absetzen kommt es häufig zum Rückfall. Von einer Dauerbehandlung sollte allgemein abgesehen werden.
Mahonia Homöopathisches Präparat mit dem Wirkstoff Mahonia aquifolium ist als Rubisan(r) in Apotheken erhältlich. Es hat leichte antipsoriatische Wirkung.
Medikamente weitere Information psoriasis.htm, Infobrief Aug 00,
MTX Immunsuppressiva, dass das Aussenden falscher Signale durch das Immunsystem und somit die Überproduktion von Hautzellen verhindert. 
Wenn bei Gelenkentzündung die kortisonfreien Antirheumatika (NSAR) nicht genügen, steht MTX unter den innerlichen Mitteln an erster Stelle. Zu beachten ist, dass die Langzeiteinnahme vor allem die Leber schädigen kann.
Nebenwirkungen Unerwünschte Wirkung von Medikamenten, die auftreten können, aber nicht müssen. Hinweise auf Nebenwirkungen sind bei Medikamenten im Beipackzettel enthalten.
Salizylsäure Dermatologisches Antiseptikum zur Ablösung von Schuppen und zum Aufweichen von Hornmaterial. Damit Wirkstoffe zur Behandlung besser eindringen können, sollte vorher die Schuppenkruste abgelöst werden.
Teer Teerpräparate haben eine wachstumshemmende, hornhautablösende und juckreizmildernde Wirkung. Teer wird schon sehr lange in der Psoriasisbehandlung verwendet.
Vitamin A Retinoide sind Vitamin A Derivate, die auf bestimmte Rezeptoren in den Zellen wirken und so das Wachstum der Hautzellen verlangsamen. 
äußerlicher Wirkstoff: Tazaroten (Zorac() 
Innerlicher Wirkstoff: Acitretin (Neotigason() früher Tigason()
Vitamin-D3 Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das sich wie ein Hormon verhält und die Knochenbildung und die Aufnahme von Kalzium und Phosphor aus dem Darm reguliert. Ein Vitamin im eigentliche Sinne, also eine lebensnotwendige Verbindung, die vom Körper nicht selbst erzeugt, sondern mit der Nahrung zugeführt werden muss, ist Vitamin D3 daher nicht. Es gibt mehrere Formen von Vitamin D: D1, D2, D3 und D4. Wichtig für den Menschen ist Vitamin D3. 
Vitamin D3 hat eine entzündungshemmende Wirkung. Diese Beobachtung war der Anstoß, den Einfluss von Vitamin D3 und dessen Derivate auf die Schuppenflechte zu erforschen. 
Wenngleich Vitamin D3 Analoga eine hervorragende antipsoriatische Wirksamkeit besitzen, so führen sie doch nicht regelmäßig zur vollständigen Abheilung der Hautveränderungen, so dass Kombinationstherapien mit anderen Antipsoriatika sinnvoll erscheinen. 
1992 Calcipotriol (Daivonex() Psorcutan() 1996 Tacalcitol (Curatoderm() 1998 Calcitriol (Silkis()
 

Dietmar Schulz und Team PSM

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November 2004 PSM e.V.