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Teer

Seit mehr als 100 Jahren werden chronische Hautkrankheiten mit Steinkohle-Teer und Schieferöl behandelt. Beide wirken eher schwach. 

Er wird aus Kohle, Holzkohle und Torf gewonnen. Daher auch der intensive Geruch. Die Medizin arbeitet meist mit Steinkohle-Teer (LCD - liquor carbonis detergens). Außer gereinigtem Steinkohle-Teer wird in der Hautmedizin auch sulfoniertes Schieferöl (Ammonium-Bitumino-Sulfonat) verwendet. Dieses wird aus schwefelreichem Ölschiefer trocken destilliert. 

Substanzen im Teer bzw. im Schieferöl hemmen die übertriebene Zellteilung und Verhornung. Sie wirken entzündungshemmend und lindern den Juckreiz. Die modernen Zubereitungen synthetischer Teere sind aber hinsichtlich Farbe und Geruch durchaus akzeptabel. Sie eignen sich besonders zur preiswerten Nachbehandlung, wenn die akute Entzündung z. B. durch Kortison abgeklungen ist. 

Steinkohle-Teer wurde in Deutschland verdächtigt, krebserregende Stoffe zu enthalten. Die steinkohlen-teerhaltigen Cremes und Shampoos wurden verschreibungspflichtig. Diese Entscheidung war aber zwischen den Experten stets umstritten. Wegen der öffentlichen Diskussion wurden die teerhaltigen Präparate kaum noch verschrieben. Die Hersteller nahmen sie daraufhin vom Markt.

 

Dietmar Schulz
Erstveröffentlichung im Infobrief PSM Juli / Dezember 2008

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September 2011 PIM