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Knabberfische oder das Wunder von Kangal
Seit einigen Jahren geistern Berichte über „schuppenfressende Fische“ durch die Medienlandschaft. Da immer wieder Fragen zu diesem Thema an mich heran getragen werden, habe ich noch einmal alle meine Unterlagen durchgesehen und auch intensiv nach Hinweisen im Internet gesucht.

Der erste Fernsehbericht wurde bereits vor einigen Jahren ausgestrahlt. Da ich den Betroffenen, der darin zu Wort kam, kannte, richtete ich an Ihn die Frage, ob vielleicht Sonnenbäder mit an dem Rückgang der Psoriasis beteiligt waren. Er verneinte dies; vielmehr habe er zweimal am Tag mehrere Stunden im Thermalwasser verbracht.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Thermalwasser einen wesentlichen Einfluss auf die Haut hat. Ich vermute daher, dass die Thermalbäder einen ganz wesentlichen Beitrag zum möglichen Erfolg einer solchen „Fischkur“ leisten. Ein Betroffener, der in Kangal (Türkei) eine Kur machte und darüber unter www.pso-netz.de berichtete, bestätigt meine Meinung.

Inzwischen wird mit importierten Fischen Betroffenen die Möglichkeit einer Behandlung im Inland angeboten. Dazu gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Zum einen kann man die Fische kaufen, um damit eine Heimbehandlung durchzuführen. Wie viele Fische dazu nötig wären ist nicht bekannt. In Anbetracht der geringen Größe der Fische dürften jedoch einige Dutzend erforderlich sein, was bei einem Stückpreis von etwa Euro 50,- nicht gerade billig wäre. Zum anderen besteht die Möglichkeit verschiedene Therapieangebote: z.B. Heilpraktiker, Hotel, Klinik oder Therapiezentren, eine entsprechende Behandlung durchführen zu können. Information soweit verfügbar bei PSM. 

Wie gesagt, ob es sich um ein Wunder handelt muss sich erst noch zeigen. In jedem Fall ist das Geschäft mit uns Betroffenen bereits in vollem Gange. Bei etwa einer Million Psoriatikern lässt sich so manches verkaufen, ob es nun hilft oder nicht. Schließlich sind Rückgabe und/oder Erstattung der Kosten auch bei Nichterfolg ausgeschlossen. (siehe auch PSO-aktuell Sep 2001, Seite 7)

Dietmar Schulz

Erstveröffentlichung im Infobrief PSM Dezember 2001

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