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Alltag mit Psoriasis

Wie wir ja alle irgendwann von unserem Arzt erfahren haben ist die Schuppenflechte eine chronische Krankheit. Das heißt: jeder von uns hat immer damit zu tun. Natürlich ist es bei jedem wieder anders. Jeder hat seine ganz persönliche Psoriasis und jeder hat seine ganz persönliche Art, damit umzugehen. 

Die Schuppenflechte kommt in Sch¨ben. Diese Sch¨be können in den verschiedenen Formen auftreten und jedes Mal wieder anders sein. Das eine Mal gibt es große Flecken, die auf Salben gut reagieren. 

Das andere Mal sind die Flecken klein und sehr schuppig und es braucht lange Zeit, bis die Schuppen sich lösen. Einmal sieht es nur schlimm aus, das nächste Mal kann es mit unerträglichem Juckreiz verbunden sein. 

Mal ist die gesamte Haut trocken, dann wieder gibt es auch fettige Hautpartien. Man sollte dann wohl das Pflegemittel wechseln. Jeder findet letztlich Ausprobieren, was f¨r ihn das Passendste ist. Da kann mal eine Fettcreme, mal eine Körpermilch das Mittel der Wahl sein. 

Ist man wieder mal in so einem Tief, dann überlegt man, warum kommt ausgerechnet jetzt so ein blöder Schub. Es fällt einem dann ein, dass es im Beruf doch kürzlich ärger gegeben hat und man hat sich so richtig aufgeregt! Dann war die Geschichte vorbei und man hat nicht mehr daran gedacht, jedoch aber die Haut hat es nicht vergessen. Damit ist man wieder drin im Schub und es dauert und dauert und eines Tages geht es wieder besser. Warum? Vielleicht weil man sich nicht mehr so intensiv mit der Krankheit beschäftigt oder zu der Überzeugung gekommen ist: Sie ist da und gehört zu mir wie meine Augenfarbe oder meine Art zu leben. Was andere davon halten, ist mir egal. Auf seltsame Fragen muss man eben solche Antworten geben und manchmal hilft das tatsächlich. 

Leute, mit denen wir täglich umgehen, sollten von uns selbst über unseren Zustand aufgeklärt worden sein, vor allem darüber, dass „wir nicht ansteckend“ sind. 

Ein anderer Grund für einen neuen Schub kann dadurch bestehen, dass wir wegen einer anderen Krankheit Medikamente nehmen müssen. In diesem Fall sollte man mit seinem Arzt sprechen. Meistens gibt es ein ähnlich wirkendes Medikament, auf das die Psoriasis nicht reagiert. Natürlich dauert eine solche Umstellung einige Zeit und diese Zeit braucht dann auch der Schub. Jetzt sollte man die Geduld nicht verlieren und Geduld haben wir ja wohl alle im Laufe der Zeit gelernt. 

überhaupt scheint es sehr wichtig zu sein, wie man selbst der Krankheit steht. Mit einer Portion Selbstbewusstsein sieht ja alles viel einfacher aus. Manches Mal z.B. erreicht man auch mit einem einfachen Hausmittel bereits viel. Oder aber irgendetwas „schaltet“ die Selbstheilungskräfte ein! Niemand weiß, wie das wohl funktioniert. Dann kann es wieder Zeiten, in denen man sich wegen der Schuppen und der Flecken ganz mies f¨hlt. Oft aber trifft man wieder jemand, der auch an Psoriasis leidet, jedoch an anderen Stellen betroffen ist und viel schlimmer aussieht als man selbst. Schon geht es einem besser, denn dem Anderen geht es ja noch viel schlechter. 

Es ist eben alles relativ.
 

© Sep 2006 M. L.
Erstveröffentlichung im Infobrief PSM Dezember 2006

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